Geschichte

Geschichte der MPK im Grundriß


 

Die Geschichte des öffentlichen Verkehrs ist unzerreißar verbunden mit der Entwicklung des Ballungsgebietes, in dem er funktioniert. Im 19. Jahrhundert erfolgte eine außergewöhnlich dynamische Ausbreitung der Städte und Vermehrung der Einwohnerzahl. Damit ein so großer Organismus richtig funktionieren konnte und die Gesellschaft die Möglichkeit hatte, sich schnell, bequem und auch billig zu bewegen, wurde der Masenverkehr unentbehrlich. In der Gesischte des Posener Verkehrs war das Jahr 1880 ein Wendepunkt.

Alles fing am 31. Januar an, als zwei Bauunternehmer - Otto Reymer und Otto Masch eine Bahnbaugesellschaft Reymer & Masch in Berlin gründeten. Eine edngültige Polizeikonzession für den Bau und Betrieb der Pferdeeisenbahn in Posen erhielt diese Gesellschaft am 30. Juni 1880. Für den Massenverkehr war das eine ungewöhnliche Zeit, voll von Dynamismus und organisatorischen Unternehmen.

Die erste Pferdebahnlinie, die vom Hauptbahnhof bis zum Alten Markt führte, starte schon am 31. Juli, und am 23. August entstand in Berlin eine Aktiengesellschaft - Posener Pferdeeisenbahn Gesellschaft mit dem Sitz in Posen. Die Gesellschaft hatte als Ziel die Erwerbung der Rechte für den Bau und Betrieb der Pferdeeisenbahn in Posen und der Umgebung. Das damalige Gesellschaftskapital betrug 1.250.000 Mark, was man durch die Emission vom 2500 Aktien (500 Mark pro Aktie) erlangte. sachs jahre später wurde das Kapital übrigens um 20% reduziert (indem man jede Aktie von 500 auf 400 Mark umstempelte).


1880 - wurde der erste Betriebshof (mit Werkstätten) in der Maria - Str. (heute Gajowa - Str.) geöffnet

1882 - begann man sich in großem Maßtab im Auftrag anderer Unternehmen mit der Spedition der Waren zu beschäftigen.

1886 - wenn man über die Erweiterung der Dienstleistungsangebots spricht soll man erwähnen, daß die Firma sich seit 1886 fünf Jahre lang mit dem Ausfuhr vom sg. “flüssigen Unrat” beschäftige

1891 - das Jahr brachte die Inbetriebsetzung eines Pferdeomnibusses, der zwischen dem heutigen pl. Wolnosci (Freiheitsplatz) und der damals noch vorstädtischen Gemeinde Jezyce verkehrte

1896 - nahm die Gesellschaft den Namen Posener Strassenbahn an

1896 - eine richtige Revolution im Transportsystem brachte. Am 6. März wurde die erste Linie der elektrischen Straßenbahn in Betrieb gesetzt

1901 - den Arbeitstag der Fahrer und Schaffner auf 9 - 10 Stunden zu verkürzen und ihnen am jeden 7.-8 Tag einen Tag freizugeben. Der Arbeitstag wurde auf 8 Stunden erst 1918 verkürzt

1907 - Stadt brachte den Bedarf an einem neuen Betriebshof. Er wurde in der Glogowska - Str. gebaut

1921 - das Unternehmen bekam einen polnischen Namen: Poznanska Kolej Elektryczna (PKE) Spolka Akcyjna und zu Beginn des Jahres 1921 wurde Ing. Pawel Nestrypke der erste polnische Geschäftleister

1925 - der erste Linienbus brach am 1. November auf

1929 - Aktiengesellschaft- “Autoruch”: Sie hatte zum Ziel die Organisation des Taxiverkehrs während der berühmten Allgemeinen Landesschau sowie der Internationalen Verkehrs- und Touristikausstelung, die in Jahr später veranstaltet würde.

1929 - in dem ein neuer Betriebshof in der Zwierzyniecka - Str- geöffnet wurde und die in der Zwischenkriegszeit größte Zahl von Strassenbahnlinien (12) und Buslinien (6) betrieben wurde

1930 - 12. Februar posen als die erste Stadt im Land eine neue Traktion- diesmal für den Trolleybus - einführte

1934 - der ersten vorstädtischen Buslinie auf der Strecke Poznan - Mosina

1943 - ein Motorboot gekauft; in eineinhalb Jahren beförderten sie über 170.000 Passagiere au der Strecke nach Staroleka und im Augslugsverkehr nach Puszczykowo un Owinska. Alle Schiffe wurden leider im Januar 1945 zerstört

1945 - wurde das Troleybussdepot in der Swietojanska - Str. geöffnet

1948 - wurde ein neuer Betriebshof in der Madalinskiego - Str. geöffnet

1951 - kamen nach Posen die ersten in Polen hergestellten Straßenbahnen

1962 - das “Taxiabenteuer” dauerte in MPK bis zum 31 Juli, als sich eine selbsständige Firma unter Namen Miejskie Przedsiebiorstwo Taksowkowe bildete.

1970 - am 29. März wurde entschieden, daß die Troleybusse aus dem Betrieb genommen werden solten

1976 - der Betrieb, der den Namen Wojewodzkie Przedsiebiorstwo Komunikcyjne annahm, verwaltette ab Mitte 1976 auch den Verkehr in Gniezno und Kornik. Beide Filialen wurden nach gewisser Zeit wieder selbstständig; in Gniezno fand das Mitte 1982, in Kornik- am 1. Mai 1991 statt. Danach kehrte man zum namen Miejskie Przedsiebiorstwo Komunikacyjne zurück

1982- wurde ein Rekord aufgestellt- in diesem Jahr fuhren 471 Milionen Personen mit Straßenbahnen und Bussen.

1992 - begann die Firma Promest auf den Haltestellen Windschutzeinrichtungen aufzustellen, die gleichzeitig den Werbezwecken dienten. Auf mehreren Haltestellen wurden Kioske aufgebaut, in denen man Fahrkarten, Presse und andere Artikel kaufen konnte.

1996 - beschäftigen sich mit der Ausrüstung der Haltestellen solche Firmen wie: Vox-Chemia, Kolporter, Europlakat und AMS.

Weniger Glück hatte man mit den Strassenbahnen. Die im Rahmen einer Ausschreibung beschaffenen tschechischen “Tatra” - Wagen hatten zwar ein modernes Design, aber gleichzeitig wiesen sie eine Reihe technischer Mängel auf.

Die “Tatra”- Wagen wurden mit dem Gedanken an die s.g. Posener Schnellbahn gekauft, deren 6,1 Km lange Strecke am 31. Januar 1997 in Betrieb genommen und an das vorhandene Verkehrsnetz angeschlossen wurde. Diese strecke wird popülar “Pestka” genannt.